Massaker in letzter Sekunde verhindert? Neonazi (19) will Tempelbesucher töten – doch sein Gewehr klemmt!

Eine Waffenpanne verhindert offenbar ein Blutbad!
Ein 19-Jähriger soll einen Anschlag auf einen voll besetzten Hindu-Tempel in den USA geplant haben. Sein Ziel: möglichst viele Menschen töten! Doch als er seinen grausamen Plan in die Tat umsetzen will, versagt offenbar sein Gewehr. Jetzt kommen erschreckende Details über den mutmaßlichen Neonazi ans Licht.
Anschlag auf Hindu-Tempel in Illinois scheitert offenbar an Gewehrpanne
Nur eine technische Panne verhindert möglicherweise eine Katastrophe! Ein 19-Jähriger soll am Sonntag (11. Oktober) versucht haben, einen Anschlag auf einen Hindu-Tempel in Aurora im US-Bundesstaat Illinois zu verüben. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich zahlreiche Besucher in dem Gotteshaus aufgehalten haben.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die örtliche Polizei und US-Medien berichtet, wollte der mutmaßliche Rechtsextremist offenbar möglichst viele Menschen töten. Doch dazu kam es nicht: Sein Gewehr soll aus technischen Gründen geklemmt haben. Der Jugendliche kehrte daraufhin offenbar nach Hause zurück, ohne Schüsse abgegeben zu haben.
19-Jähriger soll Anschlag zwei Jahre lang vorbereitet haben
Was die Ermittler anschließend herausfinden, ist erschreckend. Laut Gerichtsunterlagen soll der 19-Jährige den Angriff bereits seit zwei Jahren geplant haben. In einem achtseitigen Manifest habe er seinen Hass auf Menschen ausländischer Herkunft beschrieben, insbesondere auf Menschen mit indischen Wurzeln. Darin soll sich der junge Mann selbst als „soziopathischen White-Supremacist-Neonazi“ bezeichnet haben. Damit bekannte er sich offenbar zu einer rechtsextremen Ideologie, die von einer angeblichen Überlegenheit weißer Menschen ausgeht.
Nach Angaben der Ermittler war der Verdächtige bereit, bei dem geplanten Massaker auch selbst zu sterben. Auf Fotos soll er mit einem Gewehr, Magazinen und gepanzerter Schutzausrüstung posiert haben. Bei der Durchsuchung seines Elternhauses fanden Polizisten außerdem Hunderte Schuss Munition und Symbole der rechtsextremen White-Supremacy-Bewegung.
Arbeitskollege verrät Anschlagspläne an die Polizei
Dass die Ermittler dem mutmaßlichen Neonazi auf die Spur kamen, ist offenbar einem Arbeitskollegen zu verdanken. Der 19-Jährige soll den Mann, mit dem er in einem Fast-Food-Restaurant arbeitete, in seine Anschlagspläne eingeweiht haben.
Doch statt zu schweigen, informierte der Kollege die Polizei. Seine Hinweise wurden für die Ermittlungen entscheidend. Noch am Sonntag nahmen Beamte den Verdächtigen fest, als er sein Wohnhaus verließ. Laut Medienberichten lebte der 19-Jährige bei seiner Mutter. Am Mittwoch (14. Oktober) wurde er einem Haftrichter vorgeführt.
FBI ermittelt nach mutmaßlichem Anschlagsversuch
Inzwischen hat sich auch die US-Bundespolizei FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Behörden gehen davon aus, dass der junge Mann von rassistischem Hass angetrieben wurde. Nach Angaben der Ermittler leidet er zudem unter psychischen Problemen. Nähere Einzelheiten dazu wurden nicht bekannt.
Warum seine Waffe am Tempel offenbar versagte und wie weit der Anschlagsversuch tatsächlich fortgeschritten war, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Fest steht: Wäre das Gewehr funktionstüchtig gewesen, hätte der Angriff nach Einschätzung der Ermittler zahlreiche Menschenleben kosten können. (anr)
Verwendete Quelle: dpa


