Sie buchen ein Hosting-Paket und bekommen eine fertige Website dazu – vier Seiten, gebaut vom Team des Anbieters, ohne Aufpreis.
Das ist bei Hosting-Anbietern ungewöhnlich: Üblicherweise bekommen Sie Speicherplatz und dürfen selbst zusehen, wie daraus eine Seite wird. Ebenfalls bemerkenswert am Einstiegspaket für 2,89 Dollar: Es erlaubt nicht eine Website, sondern 25. Der Haken steckt woanders – im zweiten Jahr.
Wir haben Pakete, Grenzwerte, Verlängerungspreise und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, was wirklich enthalten ist, was nach zwölf Monaten passiert und für wen sich der Anbieter lohnt. Ein Hinweis vorab: Abgerechnet wird in US-Dollar.
Was ist DreamHost und für wen ist es geeignet?
DreamHost ist ein amerikanischer Hosting-Anbieter aus Los Angeles, seit 1997 am Markt und damit einer der ältesten unabhängigen der Branche. Angeboten werden geteiltes Hosting, betreutes WordPress-Hosting, eigene Server und Domains. Das Unternehmen gehört zu den wenigen, die WordPress.org auf seiner Empfehlungsseite führt.
Die Zielgruppe sind Einsteiger und kleine Unternehmen, die eine oder mehrere WordPress-Seiten betreiben wollen, ohne sich mit Servertechnik zu beschäftigen. Wer europäische Serverstandorte braucht, sollte dagegen bei IONOS oder einem anderen deutschen Anbieter bleiben – dazu gleich mehr.
3,8/5★★★★☆Ungewöhnlich viel im Einstiegspaket – 25 Websites, tägliche Sicherungen und eine kostenlos gebaute Startseite –, dafür Server nur in den USA und ein deutlicher Preissprung im zweiten Jahr.- Wer mehrere Projekte oder Web-Auftritte in einem Paket unterbringen will
- Einsteiger, die beim Aufbau Hilfe möchten
- WordPress-Nutzer, die Wert auf die offizielle Empfehlung legen
- Alle, die mit englischer Bedienung zurechtkommen
- Wer Server in Europa braucht – es gibt nur amerikanische
- Projekte, die über 40.000 Besuche im Monat kommen
- Wer im Störungsfall anrufen möchte
- Alle, die über Jahre mit gleichem Preis kalkulieren
Leistung und Verwaltung
Die Einrichtung dauert Minuten: Konto anlegen, Paket wählen, Domain eintragen. WordPress lässt sich mit einem Klick installieren. Die Verwaltungsoberfläche ist eine Eigenentwicklung statt des sonst üblichen Standardwerkzeugs – moderner anzusehen, aber gelegentlich unübersichtlich, weil Einstellungen für Postfächer, Domains und Datenbanken auf verschiedene Ebenen verteilt sind.
Beim Start hilft der Anbieter auf zwei Wegen. Entweder Sie lassen sich eine vierseitige Website vom Team bauen – kostenlos, ohne dass Sie etwas einrichten müssen. Oder Sie nutzen ein KI-gestütztes Werkzeug, das eine WordPress-Seite für Sie erstellt. Für jemanden, der zum ersten Mal online geht, nimmt das die größte Hürde.
Das betreute WordPress-Angebot legt darüber hinaus eine Testumgebung bei: Sie spielen Aktualisierungen erst in einer Kopie ein, prüfen, ob alles läuft, und übertragen sie dann auf die öffentliche Seite. Wer schon einmal nach einer Aktualisierung vor einer weißen Seite saß, weiß, was das wert ist.
Die Server stehen alle in den USA
Das ist der Punkt, an dem deutsche Nutzer genau hinschauen sollten. Anders als A2 Hosting, das ein Rechenzentrum in Amsterdam anbietet, betreibt DreamHost ausschließlich amerikanische Standorte. Für eine private Seite ist das unproblematisch. Sobald Sie aber personenbezogene Daten verarbeiten – ein Kontaktformular genügt –, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und müssen die Übermittlung in ein Drittland rechtfertigen. Wer das vermeiden will, wählt einen europäischen Anbieter.
DreamHost im Test: Vor- und Nachteile
- 25 Websites im Einstiegspaket: Für 2,89 Dollar ungewöhnlich viel.
- Startseite kostenlos gebaut: Vier Seiten, erstellt vom Team des Anbieters.
- Tägliche Sicherungen enthalten: Auch im günstigsten Paket.
- Schneller NVMe-Speicher: 25 GB, auch im Einstieg.
- Von WordPress.org empfohlen: Einer von wenigen Anbietern auf der offiziellen Liste.
- Testumgebung im WordPress-Paket: Änderungen prüfen vor dem Livegang.
- Preissprung im zweiten Jahr: Von 2,89 auf 10,99 Dollar, fast das Vierfache.
- Nur amerikanische Server: Kein europäischer Standort wählbar.
- Besuchergrenze 40.000: Im Monat, beim Einstiegspaket.
- Kein Telefon: Hilfe nur über Chat und Anfragen.
- Nur Englisch: Keine deutschsprachige Betreuung.
- Abrechnung in US-Dollar: Kartenkurs und Auslandsentgelt kommen hinzu.
Was kostet DreamHost?
Abgerechnet wird jährlich im Voraus, in US-Dollar. Lobenswert: Der Anbieter nennt den Folgepreis direkt neben dem Erstjahrespreis – Sie müssen ihn nicht suchen. Genau deshalb sollten Sie ihn auch lesen.
| Paket | Erstes Jahr | Ab dem zweiten | Steigerung | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Launch | 2,89 $ | 10,99 $ | rund 4-fach | Einstieg, mehrere Projekte |
| VPS Business | 13,75 $ | 31,99 $ | rund 2,3-fach | Wachsende Projekte |
| DreamPress | 14,99 $ | 19,99 $ | rund 1,3-fach | Betreutes WordPress |
- Kreditkarte und PayPal: Beides wird akzeptiert.
- Jährliche Vorauszahlung: Die genannten Preise gelten nur so.
- Folgepreis sichtbar: Er steht direkt neben dem Erstjahrespreis.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Tägliche Sicherungen enthalten: In jedem Paket, auch im günstigsten. Das ist bei Anbietern dieser Preisklasse keineswegs üblich – prüfen Sie trotzdem im Konto, wie weit die Kopien zurückreichen.
- Verschlüsselungszertifikat kostenlos: Wird automatisch eingerichtet und erneuert. Ohne es zeigen Browser Ihren Besuchern eine Warnung.
- Server nur in den USA: Der wichtigste Vorbehalt für deutsche Nutzer. Sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und müssen die Übermittlung ins Drittland rechtfertigen.
- Umzug kostenlos: Der Anbieter überträgt eine bestehende WordPress-Seite. Das erspart Ihnen die fehleranfälligste Arbeit beim Wechsel.
- Betreuung nur auf Englisch: Über Chat und Anfragen im System, kein Telefon. Wer auf Deutsch sprechen will, ist bei ALL-INKL.COM besser aufgehoben.
DreamHost Erfahrungen und Bewertungen
Der Anbieter ist seit fast drei Jahrzehnten am Markt. Vier Punkte wiederholen sich in Rückmeldungen.
- Gelobt wird der Leistungsumfang. 25 Websites und tägliche Sicherungen für unter drei Dollar im ersten Jahr gelten als ungewöhnlich großzügig.
- Gelobt wird die WordPress-Anbindung. Die offizielle Empfehlung schafft Vertrauen, die Einrichtung dauert nur Minuten.
- Kritisiert wird der Preissprung. Zwar steht der Folgepreis daneben, überlesen wird er trotzdem oft – im zweiten Jahr folgt dann die Überraschung.
- Kritisiert wird der Serverstandort. Für deutsche Nutzer mit Datenschutzanforderungen ist das häufig der Grund, sich anders zu entscheiden.
Alternativen zu DreamHost
- Hostinger: Europäische Serverstandorte und Abrechnung in Euro, bei ähnlich günstigem Einstieg.
- ALL-INKL.COM: Deutscher Anbieter mit Betreuung in der Landessprache und Servern im Inland.
- A2 Hosting: Ebenfalls amerikanisch, aber mit wählbarem Rechenzentrum in Amsterdam und 30 Tagen Rückgaberecht.
Fazit: Lohnt sich DreamHost?
Das Einstiegspaket ist ungewöhnlich großzügig: 25 Websites, 25 GB schneller Speicher, tägliche Sicherungen und dazu eine vierseitige Startwebsite, die das Team für Sie baut. Wer mehrere Projekte betreibt oder zum ersten Mal online geht, bekommt hier für unter drei Dollar im Monat mehr als bei den meisten Wettbewerbern.
Zwei Dinge sprechen dagegen. Der Preis vervierfacht sich nach zwölf Monaten auf 10,99 Dollar – immerhin steht das offen daneben. Und alle Server stehen in den USA; sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, wird der Datenschutz aufwendiger.
Unser praktischer Rat: Rechnen Sie über zwei Jahre, nicht über eines – dann zeigt sich, dass das betreute WordPress-Paket mit seinem milderen Sprung von 14,99 auf 19,99 Dollar berechenbarer ist als der scheinbar günstige Einstieg. Und wenn auf Ihrer Seite ein Kontaktformular stehen soll, klären Sie den Datenschutz vorher; bei einem europäischen Anbieter sparen Sie sich diesen Schritt.
Häufig gestellte Fragen zu DreamHost
Das Einstiegspaket Web Hosting Launch kostet 2,89 US-Dollar im Monat im ersten Jahr, danach 10,99 Dollar. Das betreute WordPress-Paket DreamPress liegt bei 14,99 Dollar, danach 19,99. Der eigene Server startet bei 13,75 Dollar, danach 31,99. Alle Preise gelten bei jährlicher Vorauszahlung.
25 – und das ist für diesen Preis ungewöhnlich viel. Dazu kommen 25 GB schneller NVMe-Speicher, unbegrenztes Datenvolumen und tägliche automatische Sicherungen. Wer mehrere Projekte betreibt, bringt sie damit in einem einzigen Vertrag unter.
Ja, auf Wunsch erstellt das Team eine vierseitige Startwebsite für Sie – kostenlos und ohne dass Sie etwas einrichten müssen. Alternativ gibt es ein KI-gestütztes Werkzeug, mit dem Sie eine WordPress-Seite selbst erzeugen. Für einen ersten Auftritt nimmt beides die größte Hürde.
Der Preis steigt deutlich: beim Einstiegspaket von 2,89 auf 10,99 Dollar, also fast auf das Vierfache. Immerhin weist der Anbieter den Folgepreis direkt neben dem Erstjahrespreis aus – Sie müssen ihn nicht suchen, sollten ihn aber auch nicht überlesen.
Ja, das Einstiegspaket ist auf 40.000 Besuche im Monat ausgelegt. Für einen Blog oder eine Firmenseite reicht das meist locker. Wer regelmäßig darüber kommt, sollte ein größeres Paket wählen – prüfen Sie Ihre Besucherstatistik vor dem Buchen.
Ausschließlich in den USA. Für eine private Seite ist das unproblematisch. Sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten – ein Kontaktformular genügt –, brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und müssen die Übermittlung ins Drittland rechtfertigen.
Ja, tägliche automatische Sicherungen gehören zu jedem Paket, auch dem günstigsten. Bei Anbietern dieser Preisklasse ist das nicht selbstverständlich. Prüfen Sie im Konto, wie weit die Kopien zurückreichen, und legen Sie für wichtige Projekte zusätzlich eine eigene Sicherung außerhalb an.
Der Anbieter gehört zu den wenigen, die WordPress.org auf seiner Empfehlungsseite führt. WordPress lässt sich mit einem Klick installieren, das betreute Paket DreamPress bringt zusätzlich eine Testumgebung mit, in der Sie Aktualisierungen vor dem Livegang prüfen können.
Rechnen Sie nicht nur die Einstiegspreise gegeneinander. Beim Einstiegspaket vervierfacht sich der Betrag nach zwölf Monaten, beim betreuten WordPress-Paket steigt er nur um etwa ein Drittel – von 14,99 auf 19,99 Dollar. Auf Dauer ist das scheinbar teurere Paket damit das berechenbarere.
Ja, eine bestehende WordPress-Seite überträgt der Anbieter kostenlos. Das erspart Ihnen die fehleranfälligste Arbeit beim Wechsel – das Verschieben von Dateien und Datenbank von Hand. Behalten Sie die alte Installation trotzdem, bis alles läuft.
Nein. Oberfläche und Hilfe laufen ausschließlich auf Englisch, angeboten werden Chat und Anfragen im System. Eine Telefonnummer gibt es nicht. Wer ein Problem lieber auf Deutsch schildert, sollte einen deutschen Anbieter wählen.
Für alle, die mehrere Projekte günstig unterbringen wollen, beim Start Hilfe schätzen und mit englischer Bedienung zurechtkommen. Wer europäische Server braucht, in Euro zahlen möchte oder über Jahre mit gleichbleibenden Preisen kalkuliert, ist bei Hostinger oder ALL-INKL.COM besser aufgehoben.
