Medienkooperation

Website Builder für Künstler

Die 10 besten Website Builder für Künstler (2026)

Ob auf deinem Preisschild 7 oder 19 Prozent stehen, hängt nicht davon ab, wie gut dein Werk ist – sondern davon, wie es entstanden ist. Handarbeit oder Druck, das ist die Grenze.

* Wir verlinken mit sog. 'Affiliate-Links' auf Online-Shops und Partner, von denen wir unter Umständen eine Vergütung erhalten.

Ob auf deinem Preisschild 7 oder 19 Prozent stehen, hängt nicht davon ab, wie gut dein Werk ist – sondern davon, wie es entstanden ist. Handarbeit oder Druck, das ist die Grenze.

Eine Künstlerseite hat drei Aufgaben, die sich gegenseitig im Weg stehen können: Sie soll deine Arbeit zeigen, ohne zur Verkaufsfläche zu werden. Sie soll Galerien und Kuratoren überzeugen, die anders schauen als Käufer. Und sie soll Werke tatsächlich verkaufen, wenn jemand kaufen will. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt, vergleichen zehn Anbieter, und erklären am Ende, was du beim Verkauf über die eigene Seite steuerlich beachten musst.

Was eine Künstlerseite leisten muss

  • Werkgruppen statt einer Galerie. Serien, Zyklen, Werkphasen – wer deine Arbeit einordnen will, braucht die Struktur, in der du selbst denkst. Eine einzige Bildergalerie verwischt genau das.
  • Werkangaben bei jedem Bild. Titel, Jahr, Technik, Maße. Ohne diese vier Angaben ist eine Abbildung für Galerien, Kuratoren und Sammler wenig wert – und sie gehören mit ins Alternativfeld des Bildes, damit sie auffindbar sind.
  • Eine Vita, die sich pflegen lässt. Ausstellungen, Stipendien, Sammlungen, Veröffentlichungen. Das ist der Teil, den Institutionen zuerst lesen – und der Teil, der am schnellsten veraltet.
  • Verkauf optional, nicht aufdringlich. Preise direkt unter jedem Werk können den Eindruck verschieben. Üblich ist eine getrennte Seite mit verfügbaren Arbeiten oder ein dezenter Hinweis auf Anfrage.
  • Abbildungen in guter Qualität, aber begrenzt. Zeige genug, damit die Arbeit wirkt, und wenig genug, dass sich daraus kein Druck erstellen lässt. Ein Wasserzeichen ist selten nötig, eine begrenzte Auflösung fast immer sinnvoll.
  • Ein Kontaktweg für Institutionen. Galerien füllen keine Formulare aus. Eine erreichbare Adresse und ein Hinweis, ob du vertreten wirst, sparen beiden Seiten Zeit.
Verkaufen oder zeigen – das ist eine strategische Frage Wenn dich eine Galerie vertritt, kann ein offener Shop auf deiner Seite zum Problem werden: Die Galerie investiert in deine Sichtbarkeit und erwartet in der Regel, dass Verkäufe über sie laufen. Kläre das, bevor du einen Shop einrichtest. Ohne Galerievertretung sieht es umgekehrt aus – dann ist die eigene Seite der einzige Kanal, über den du ohne Provision verkaufst. Eine verbreitete Zwischenlösung: Werke werden gezeigt, Preise auf Anfrage genannt, und der Verkauf läuft im Einzelfall über den passenden Weg.

Die besten Website-Baukästen für Künstler

Sortiert nach Eignung für bildende Künstler – Darstellung der Arbeiten, Struktur nach Werkgruppen und die Möglichkeit, verkaufen zu können ohne zu müssen. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.

1. Squarespace: Zurückhaltung, die der Arbeit den Vortritt lässt
Vorlagen auf Agenturniveau mit viel Weißraum, Shop-Funktion optional. 14 Tage testen ohne Kreditkarte.
2. Wix: Werkgruppen frei aufbauen, Arbeiten verkaufen
Über 900 Vorlagen, freie Positionierung, Shop-Funktion enthalten. Light ab 9 Euro pro Monat.
3. WordPress by IONOS: Für ein wachsendes Werkverzeichnis
Über Erweiterungen lassen sich Werke katalogisieren, filtern und durchsuchen – mit Servern in Deutschland.
4. IONOS: Deutsche Server und Telefon rund um die Uhr
Rechenzentren im Inland und deutschsprachiger Support – nützlich, wenn über die Seite Käufe laufen.
5. Hostinger: Günstigster Einstieg mit eigener Domain
Serverstandort in der EU wählbar. 2,99 Euro pro Monat netto bei 48 Monaten, regulär 11,99 Euro.
6. Jimdo: Schnell zur ersten Werkübersicht
Geführter Aufbau, deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg. In unter einer Stunde steht die erste Fassung.
7. Webador: Schlank, für eine überschaubare Auswahl
Wenige Einstellungen, deutschsprachige Oberfläche. Folgepreise ab 5,50 Euro pro Monat.

Die Anbieter im direkten Vergleich

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achte bei allen Anbietern auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – er liegt teils deutlich über dem beworbenen Einstieg.

AnbieterPreis pro MonatDomainBesonderheit
Squarespacenetto ausgewiesen1. Jahr inklusiveZurückhaltendste Darstellung, Server außerhalb der EU
Wix9 € (Light) / 17 € (Core)1. Jahr inklusiveFreie Positionierung, Shop enthalten
WordPress by IONOSAktionspreis im 1. Jahr1. Jahr inklusiveWerkverzeichnis über Erweiterungen
IONOSAktionspreis im 1. Jahr1. Jahr inklusiveServer in Deutschland, Telefon rund um die Uhr
Hostinger2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär1. Jahr inklusiveServerstandort in der EU wählbar
Jimdoab 9 € (Start)1. Jahr inklusiveGeführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg
Webador5,50–24 € nach Einstiegsrabattje nach TarifSehr schlanker Editor, deutschsprachig

Die Anbieter im Detail

1. Squarespace – Der Rahmen tritt zurück, die Arbeit tritt vor

Die Oberfläche von Squarespace

⭐ 3,9/5

Squarespace LogoSquarespace: Für Künstler im Detail
Vorlagen
Auf Agenturniveau, zurückhaltend
Darstellung
Großformatig, viel Weißraum
Shop
Optional zuschaltbar
Serverstandort
Außerhalb der EU
Testphase
14 Tage ohne Kreditkarte

Bei bildender Kunst ist die schlechteste Website die, die man bemerkt. Squarespace hat dafür die passendsten Vorlagen: ruhige Typografie, große Formate, viel Weißraum – der Rahmen tritt zurück. Das ist keine Geschmacksfrage, sondern der Unterschied zwischen einer Seite, die wie ein Katalog wirkt, und einer, die wie ein Baukasten aussieht.

Praktisch lassen sich Werkgruppen als eigene Seiten anlegen, und der abschnittsbasierte Editor sorgt dafür, dass alle gleich aufgebaut bleiben. Eine Shop-Funktion ist vorhanden, du musst sie aber nicht nutzen – genau die Wahlfreiheit, die du brauchst, wenn eine Galerie dich vertritt. Nachteilig sind der Serverstandort jenseits der EU und die netto ausgewiesenen Preise.

Stärken
  • Zurückhaltendste Darstellung im Vergleich
  • Werkgruppen als eigene Seiten anlegbar
  • Shop optional, nicht aufgedrängt
  • 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
Schwächen
  • Server außerhalb der EU
  • Preise netto ausgewiesen
  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif
  • Weniger frei gestaltbar als Wix
Squarespace: Der Rahmen tritt zurück
Zurückhaltende Vorlagen, Werkgruppen als eigene Seiten, Shop optional. 14 Tage testen ohne Kreditkarte.

2. Wix – Wenn die Seite selbst Teil der Arbeit ist

Die Oberfläche von Wix

⭐ 4,7/5

Wix LogoWix: Für Künstler im Detail
Vorlagen
Über 900
Editor
Frei positionierbar
Shop
Enthalten
Serverstandort
Außerhalb Deutschlands
Preise
Light 9 €/Monat, Core 17 €

Manche künstlerische Positionen verlangen mehr als eine saubere Galerie – eine ungewöhnliche Anordnung, überlagerte Ebenen, ein bewusst gebrochenes Raster. Dafür ist Wix der einzige Anbieter in dieser Runde, bei dem du jedes Element frei platzierst. Die Seite kann dann selbst zur Arbeit gehören statt nur ihr Behälter zu sein.

Die enthaltene Shop-Funktion ist für den Direktverkauf praktisch: Arbeiten, Editionen oder Drucke lassen sich ohne zweiten Dienst anbieten. Light kostet 9 Euro monatlich bei jährlicher Zahlung, Core 17 Euro. Zwei Punkte: Die Vorlage lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr tauschen, und die vielen Einstellungen kosten beim ersten Aufbau Zeit, die du vielleicht lieber im Atelier verbringst.

Stärken
  • Vollständig freie Gestaltung
  • Shop-Funktion für Direktverkauf enthalten
  • Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
  • Domain im ersten Jahr enthalten
Schwächen
  • Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
  • Viele Optionen kosten beim Start Zeit
  • Serverstandort nicht in Deutschland
Wix: Die Seite als Teil der Arbeit
Freie Positionierung jedes Elements, Shop-Funktion enthalten. Light ab 9 Euro pro Monat.

3. WordPress by IONOS – Für ein Werkverzeichnis, das wächst

Die Oberfläche von WordPress by IONOS

⭐ 4,6/5

WordPress by IONOS LogoWordPress by IONOS: Für Künstler im Detail
Grundlage
Managed WordPress
Struktur
Werke als eigene Einträge
Filter
Nach Jahr, Technik, Serie möglich
Serverstandort
Deutschland
Wartung
Updates übernimmt der Anbieter

Nach zwanzig Jahren Arbeit ist eine Bildergalerie kein Werkverzeichnis mehr. Wer Arbeiten nach Jahr, Technik, Serie oder Ausstellung durchsuchbar machen will, braucht eine Datenstruktur – und die liefert nur WordPress mit einer passenden Erweiterung. Jedes Werk wird ein eigener Eintrag mit Feldern für Titel, Jahr, Maße und Technik.

Der Nebeneffekt ist, dass diese Angaben auch für Suchmaschinen lesbar werden, was bei der Recherche durch Kuratoren hilft. Die technische Basis kommt von WordPress by IONOS – Rechenzentren in Deutschland, Wartung übernimmt der Anbieter. Der Preis ist Aufwand: Du brauchst einmal jemanden, der die Struktur einrichtet. Für dreißig Arbeiten lohnt das nicht, für dreihundert schon.

Stärken
  • Werke katalogisierbar und durchsuchbar
  • Angaben auch für Suchmaschinen lesbar
  • Rechenzentren in Deutschland
  • Updates übernimmt der Anbieter
Schwächen
  • Einrichtung braucht einmal Fachkenntnis
  • Für kleine Werkgruppen überdimensioniert
  • Erweiterungen teils kostenpflichtig
WordPress by IONOS: Werkverzeichnis statt Galerie
Werke katalogisieren, filtern und durchsuchbar machen, Server in Deutschland, Wartung inklusive.

4. IONOS – Käuferdaten bleiben im Land, Hilfe am Telefon

Die Oberfläche von IONOS

⭐ 4,5/5

IONOS LogoIONOS: Für Künstler im Detail
Serverstandort
Deutschland
Support
Telefon rund um die Uhr, deutschsprachig
Preisangabe
Netto und brutto
Domain
Im ersten Jahr enthalten
Passt zu
Künstlern mit Direktverkauf

Sobald du über die Seite verkaufst, verarbeitest du Namen, Lieferadressen und Zahlungsangaben. Bei IONOS liegen diese Daten in Rechenzentren in Deutschland – das verkürzt deine Datenschutzerklärung und die Antwort, wenn ein Käufer nachfragt.

Dazu kommt telefonischer Support rund um die Uhr auf Deutsch, was bei technischen Fragen ohne Webkenntnisse viel wert ist. Für das erste Jahr gibt es einen Rabatt, danach zahlst du den Normaltarif – beide Zahlen stehen im Bestellvorgang. Für die Darstellung großformatiger Arbeiten sind Squarespace und Wix die stärkeren Werkzeuge.

Stärken
  • Rechenzentren in Deutschland
  • Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
  • Domain im ersten Jahr enthalten
  • Günstiger Aktionspreis im ersten Jahr
Schwächen
  • Darstellung schwächer als bei Squarespace
  • Preissprung nach dem ersten Jahr
  • Vorlagen weniger zurückhaltend
IONOS: Käuferdaten in Deutschland
Rechenzentren im Inland, deutschsprachiger Support rund um die Uhr erreichbar.

5. Hostinger – Eigene Adresse zum kleinsten Preis

Die Oberfläche von Hostinger

⭐ 4,2/5

Hostinger LogoHostinger: Für Künstler im Detail
Serverstandort
Innerhalb der EU wählbar
Preisangabe
Netto
Support
Chat rund um die Uhr, kein Telefon
Aktionspreis
2,99 €/Monat netto bei 48 Monaten
Regulärpreis
11,99 €/Monat

Wenn du vor allem eine eigene Adresse brauchst, unter der deine Arbeiten erreichbar sind, ist Hostinger der günstigste Weg. Die Domain ist im ersten Jahr enthalten, der Serverstandort lässt sich innerhalb der EU bestimmen, und KI-Werkzeuge bringen eine erste Fassung schnell ins Netz.

Achtung bei der Laufzeit: 2,99 Euro netto gelten nur im 48-Monats-Vertrag, andernfalls kostet der Tarif 11,99 Euro. Telefon-Support gibt es nicht. Für eine reine Werkübersicht ohne Verkauf reicht das Angebot – für eine gestalterisch anspruchsvolle Darstellung sind Squarespace und Wix deutlich stärker.

Stärken
  • Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
  • Domain im ersten Jahr enthalten
  • Serverstandort innerhalb der EU wählbar
  • KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
Schwächen
  • Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
  • Regulärpreis viermal so hoch wie beworben
  • Kein Telefon-Support
  • Darstellung eingeschränkt
Hostinger: Eigene Adresse günstig sichern
Domain im ersten Jahr enthalten. 2,99 Euro pro Monat netto bei 48 Monaten, regulär 11,99 Euro.

6. Jimdo – Wenn die Ausstellung nächste Woche eröffnet

Die Oberfläche von Jimdo

⭐ 4,3/5

Jimdo LogoJimdo: Für Künstler im Detail
Aufbau
Geführt, in unter einer Stunde
Anbieter
Hamburg, deutschsprachiger Support
Umfang
Bewusst reduziert
Gratis-Tarif
Play, dauerhaft kostenlos mit Subdomain
Passt zu
Künstlern ohne Zeit für Webarbeit

Wenn in zehn Tagen eine Ausstellung eröffnet und du bis dahin überhaupt etwas Verlinkbares brauchst, nimmt dir Jimdo die Entscheidungen ab. Du beantwortest ein paar Fragen, lädst Abbildungen hoch, ergänzt die Vita – fertig.

Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Subdomain – gegenüber Galerien der falsche Eindruck. Für mehrere Werkgruppen mit durchgehender Gestaltung stößt der schlanke Editor an Grenzen; als erste Fassung, die du später ersetzt, ist er brauchbar.

Stärken
  • In unter einer Stunde online
  • Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
  • Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
  • Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
Schwächen
  • Wenig Spielraum für mehrere Werkgruppen
  • Darstellung schwächer als bei Squarespace
  • Gratis-Tarif nur mit Subdomain
Jimdo: Vor der Eröffnung noch fertig
Geführter Aufbau, deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg.

7. Webador – Genug für eine überschaubare Auswahl

Die Oberfläche von Webador

⭐ 3,7/5

Webador LogoWebador: Für Künstler im Detail
Editor
Schlank, wenige Einstellungen
Sprache
Deutschsprachige Oberfläche
Gratis-Tarif
Vorhanden, mit Subdomain
Folgepreise
Ab 5,50 €/Monat, gestaffelt bis 24 €
Passt zu
Künstlern im Nebenerwerb

Wenn du eine Auswahl von zwanzig oder dreißig Arbeiten zeigst und gelegentlich verkaufst, reicht Webador. Der Editor funktioniert ohne Einarbeitung, eine neue Arbeit ist in Minuten eingestellt, und für Änderungen brauchst du keine Anleitung.

Nach dem rabattierten Start liegen die Monatsbeträge zwischen 5,50 und 24 Euro, je nach Stufe und Zahlweise. Für mehrere Werkgruppen, ein durchsuchbares Verzeichnis oder eine anspruchsvolle Darstellung fehlen die Möglichkeiten – dann führt der Weg zu Squarespace oder WordPress.

Stärken
  • Bedienung ohne Einarbeitung
  • Deutschsprachige Oberfläche
  • Neue Arbeit in Minuten eingestellt
  • Kostenloser Tarif zum Testen
Schwächen
  • Für mehrere Werkgruppen zu schlicht
  • Kein durchsuchbares Werkverzeichnis
  • Darstellung eingeschränkt
Webador: Schlank und schnell gepflegt
Wenige Einstellungen, deutschsprachige Oberfläche. Folgepreise ab 5,50 Euro pro Monat.

Spezialisierte Anbieter für gestalterische Arbeiten

Neben den sieben Anbietern oben gibt es einige, die im künstlerischen Umfeld verbreitet sind. Wir nennen sie zur Orientierung.

AnbieterAusrichtungPasst zuZu bedenken
WebflowGestaltungsfreiheit auf Designer-NiveauPositionen mit eigenem FormanspruchSteile Lernkurve, hoher Zeitaufwand
FramerBewegung und Interaktion im EntwurfArbeiten mit zeitbasierten ElementenEinarbeitung nötig, Support auf Englisch
ReadymagVisuelle Projekte und Editorial-FormateWerkgruppen mit erzählerischem AufbauAuf Gestaltung ausgelegt, kaum Verkauf
TildaStarke Vorlagen für LangformseitenKatalogartigen PräsentationenWeniger verbreitet, Support auf Englisch
CarrdEinseitige Websites, sehr schnell gebautEiner Visitenkarte mit wenigen ArbeitenNur eine Seite, keine Werkgruppen

Diese fünf lösen dieselbe Aufgabe wie Squarespace, nur mit mehr Freiheit und mehr Aufwand. Für den Verkauf sind sie nicht gedacht – das müsstest du zusätzlich lösen.

Welcher Anbieter passt zu dir?

  • Die Seite soll der Arbeit den Vortritt lassen: Squarespace. Zurückhaltende Vorlagen, Werkgruppen als eigene Seiten, Shop nur wenn du willst.
  • Die Seite soll selbst gestalterisch etwas leisten: Wix. Jedes Element frei platzierbar, Shop-Funktion enthalten.
  • Du hast ein umfangreiches Werk zu ordnen: WordPress by IONOS. Nur dort wird aus der Galerie ein durchsuchbares Verzeichnis.
  • Du verkaufst direkt an Sammler: IONOS oder Wix. IONOS für Rechenzentren in Deutschland, Wix für die eingebaute Shop-Funktion.
  • Die Ausstellung eröffnet nächste Woche: Jimdo oder Webador. Beide in unter einer Stunde fertig, beide auf Deutsch.

Verkauf über die eigene Seite: 7 oder 19 Prozent?

Wenn du Arbeiten über deine Website verkaufst, entscheidet eine steuerliche Einordnung über deine Preisgestaltung. Für Kunstgegenstände gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent. Was darunter fällt, ist in Anlage 2 zum Umsatzsteuergesetz unter Nummer 53 aufgezählt – und das Kriterium ist nicht die künstlerische Qualität, sondern die Herstellungsart.

ArbeitSteuersatz
Gemälde, Zeichnungen, Collagen – vollständig von Hand geschaffen7 %
Originalstiche, -schnitte, -steindrucke mit von Hand bearbeiteten Platten7 %
Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst7 %
Digital erstellte Zeichnungen und Gemälde19 %
Drucke ohne künstlerische Bearbeitung der Druckplatte19 %
Vermietung von Kunstgegenständen, etwa als Leihgabe gegen Entgelt19 %
Seit 2025 gilt der ermäßigte Satz einheitlich Zwischen 2014 und 2024 herrschte ein Ungleichgewicht: Künstler durften direkt mit 7 Prozent abrechnen, im gewerblichen Kunsthandel galten dagegen 19 Prozent. Mit dem Jahressteuergesetz 2024 vom 2. Dezember 2024 hat der Gesetzgeber das zum 1. Januar 2025 zurückgenommen – die Einschränkung in § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG wurde gestrichen, damit gilt im Kern wieder der Rechtszustand bis Ende 2013. Grundlage ist die EU-Richtlinie 2022/542 vom 5. April 2022 (Einordnung der Neuregelung). Für dich heißt das: Der Preis auf deiner Seite und der in der Galerie folgen derselben Logik.

Eine Ausnahme solltest du kennen, falls du Arbeiten nicht nur verkaufst: Für die Vermietung von Kunstgegenständen gilt der ermäßigte Satz ausdrücklich nicht – dafür fehlt die unionsrechtliche Grundlage. Wer Werke gegen Entgelt an Unternehmen oder Institutionen verleiht, rechnet also weiterhin mit 19 Prozent ab. Wenn du beides anbietest, brauchst du in der Buchhaltung eine saubere Trennung nach Steuersätzen.

Ob du überhaupt Umsatzsteuer ausweist, hängt vom Umfang deiner Tätigkeit ab. Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG wurde zum 1. Januar 2025 reformiert: Sie greift, wenn dein Gesamtumsatz im Vorjahr nicht über 25.000 Euro lag und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt. Die zweite Grenze ist neu und hart – wird sie überschritten, entfällt die Befreiung ab genau diesem Umsatz, frühere Umsätze des Jahres bleiben unberührt (IHK München zur Kleinunternehmerregelung). Beachte außerdem, dass die Grenze für alle deine unternehmerischen Tätigkeiten zusammen gilt, nicht je Tätigkeit.

  • Schreib auf die Rechnung, was gilt. Als Kleinunternehmer brauchst du einen Hinweis auf § 19 UStG. Eine umgangssprachliche Formulierung genügt, solange sie eindeutig ist.
  • Denk an das Widerrufsrecht. Verkaufst du an Privatpersonen über die Website, ist das ein Fernabsatzgeschäft mit vierzehntägigem Widerrufsrecht. Bei Arbeiten, die nach Kundenvorgaben angefertigt wurden, gelten Ausnahmen – lass die Rechtstexte dafür prüfen.
  • Kalkuliere den Versand mit. Bei Leinwänden und Skulpturen ist er ein erheblicher Posten und muss vor der Bestellung erkennbar sein. Pauschalen nach Größenklassen sind übersichtlicher als eine Berechnung im Einzelfall.

So haben wir bewertet

Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Darstellung der Arbeiten, Struktur nach Werkgruppen, Verkaufsfunktionen, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für bildende Künstler und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht Squarespace vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet. Die steuerlichen Angaben stützen sich auf Anlage 2 zum Umsatzsteuergesetz, das Jahressteuergesetz 2024 mit der Neuregelung zum 1. Januar 2025 und die reformierte Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Sie ersetzen keine Steuerberatung; die Einordnung im Einzelfall nimmt dein Finanzamt oder ein Steuerberater vor. Fünf weitere Anbieter nennen wir mit ihrer Ausrichtung, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.

Fazit

Für die meisten bildenden Künstler ist Squarespace die passendste Wahl: Die Vorlagen halten sich zurück, Werkgruppen lassen sich als eigene Seiten anlegen, und die Shop-Funktion drängt sich nicht auf. Soll die Seite gestalterisch selbst etwas leisten, ist Wix das freiere Werkzeug. Bei einem umfangreichen Werk lohnt WordPress by IONOS, weil daraus ein durchsuchbares Verzeichnis wird. Und wenn eine Ausstellung ansteht, bringt dich Jimdo in einer Stunde online.

Zwei Entscheidungen solltest du vor der Anbieterwahl treffen. Erstens: Kläre mit deiner Galerie, ob du direkt verkaufen darfst – ein Shop, den du später wieder abbauen musst, kostet mehr als Zeit. Zweitens: Prüfe, ob deine Arbeiten unter den ermäßigten Steuersatz fallen, bevor du Preise ausschreibst. Ein handgemaltes Bild und ein Digitaldruck sehen auf der Website gleich aus – steuerlich liegen zwölf Prozentpunkte dazwischen.

Häufig gestellte Fragen

Gilt für meine Arbeiten der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent?

Das hängt von der Herstellungsart ab, nicht von der künstlerischen Qualität. Anlage 2 zum Umsatzsteuergesetz nennt unter Nummer 53 Gemälde, Zeichnungen und Collagen, die vollständig von Hand geschaffen wurden, Originalgrafiken mit von Hand bearbeiteten Druckplatten sowie Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst. Digital erstellte Arbeiten und einfache Drucke fallen unter 19 Prozent.

Warum war das früher anders?

Von 2014 bis 2024 durften Künstler direkt mit 7 Prozent abrechnen, im gewerblichen Kunsthandel galten 19 Prozent. Das Jahressteuergesetz 2024 hat die Einschränkung zum 1. Januar 2025 gestrichen, Grundlage ist die EU-Richtlinie 2022/542 vom 5. April 2022. Damit gilt im Kern wieder der Rechtszustand bis Ende 2013 – mit einer Ausnahme: Die Vermietung von Kunstgegenständen bleibt bei 19 Prozent.

Muss ich überhaupt Umsatzsteuer ausweisen?

Nicht, wenn du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt. Seit der Reform zum 1. Januar 2025 greift sie, wenn dein Gesamtumsatz im Vorjahr nicht über 25.000 Euro lag und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt. Die zweite Grenze ist hart: Wird sie überschritten, entfällt die Befreiung ab genau diesem Umsatz.

Zählt die Umsatzgrenze pro Tätigkeit?

Nein, sie gilt für alle deine unternehmerischen Tätigkeiten zusammen. Wer neben dem Kunstverkauf noch Kurse gibt, Illustrationen anfertigt oder anderweitig selbstständig tätig ist, muss die Umsätze addieren. Frag im Zweifel dein Finanzamt oder einen Steuerberater.

Soll ich Preise auf meiner Website nennen?

Das ist eine strategische Entscheidung. Preise direkt unter jedem Werk verschieben den Eindruck in Richtung Verkaufsfläche. Verbreitet ist eine getrennte Seite mit verfügbaren Arbeiten oder der Hinweis „Preis auf Anfrage“. Wenn dich eine Galerie vertritt, sprich das vorher ab.

Darf ich verkaufen, wenn mich eine Galerie vertritt?

Das solltest du klären, bevor du einen Shop einrichtest. Galerien investieren in deine Sichtbarkeit und erwarten in der Regel, dass Verkäufe über sie laufen. Ein offener Shop auf der eigenen Seite kann das Verhältnis belasten. Üblich ist eine Absprache, welche Arbeiten über welchen Weg angeboten werden.

Was gehört zu jeder Abbildung?

Titel, Jahr, Technik und Maße. Ohne diese vier Angaben ist eine Abbildung für Galerien, Kuratoren und Sammler wenig wert. Trag sie zusätzlich ins Alternativfeld des Bildes ein – dann sind sie auch für Suchmaschinen lesbar, was bei Recherchen hilft.

Wie schütze ich meine Abbildungen?

Zeige genug, damit die Arbeit wirkt, und begrenze die Auflösung so, dass sich daraus kein brauchbarer Druck erstellen lässt. Ein Wasserzeichen ist selten nötig und stört den Eindruck. Absolut verhindern lässt sich das Kopieren nicht – die begrenzte Auflösung ist der pragmatische Mittelweg.

Was gilt beim Widerrufsrecht?

Verkaufst du an Privatpersonen über die Website, ist das ein Fernabsatzgeschäft mit vierzehntägigem Widerrufsrecht. Für Arbeiten, die nach Kundenvorgaben individuell angefertigt wurden, gibt es Ausnahmen. Lass die Rechtstexte fachlich prüfen, bevor du den Shop freischaltest.

Wie kalkuliere ich den Versand?

Bei Leinwänden und Skulpturen ist der Versand ein erheblicher Posten, und er muss vor der Bestellung erkennbar sein. Pauschalen nach Größenklassen sind für Käufer übersichtlicher als eine Berechnung im Einzelfall. Kalkuliere Verpackung und Versicherung mit ein.

Welcher Anbieter stellt Arbeiten am besten dar?

Squarespace. Die Vorlagen arbeiten mit viel Weißraum und ruhiger Typografie, sodass der Rahmen zurücktritt. Wix bietet dafür vollständige Gestaltungsfreiheit, wenn die Seite selbst Teil der Arbeit sein soll. Beide erlauben Werkgruppen als eigene Seiten.

Was kostet eine Künstlerseite?

Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich. Hostinger verlangt 2,99 Euro netto in der Aktion und danach 11,99 Euro, Wix 9 Euro, Webador ab 5,50 Euro als Folgepreis. Kommt ein Shop dazu, fallen je nach Anbieter Transaktionsgebühren an.